Zum ethnischen Ursprung der Mongolen

Hirschstein vom 2. bis 1. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung, Khövsgöl Aimag, Mongolei.Archäologische Hinterlassenschaften lassen auf eine frühe menschliche Besiedlung der heutigen Mongolei bereits vor 100 bis 200 Tausend Jahren schließen. Im ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung lebten Bronze verarbeitende Völker in der Mongolei. Sie hinterließen uns die eindrucksvollen Hirschsteine.

Langschwert vom 3. bis 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, Töv Aimag, Mongolei.

Mit dem Aufkommen stählerner Waffen im 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnng schufen die Bewohner der Mongolei Stammesbündnisse und begannen China zu bedrohen. Modernere Erkenntnisse lassen jedoch auch den Schluss zu, dass auch anders herum China für die Nomaden im Norden eine ernste Bedrohung darstellte.

Miniaturservice aus Gold vom 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, Archangai Aimag, Mongolei.

Die Ursprünge der späteren Bewohner der Mongolei sind unter den Jägern der nördlichen Wälder und den nomadischen Stämmen Zentralasiens zu suchen. Diese Völker bewohnten weite Landstriche von der koreanischen Halbinsel im Osten über Nordchina bis hin zu Kasachstan, dem Pamir-Gebirge und dem Balkasch-See im Westen. In geschichtlicher Zeit waren diese Gebiete immer wieder Ausgangspunkt von Migrationen und Invasionen in den Südosten, d.h. China, und in den Südwesten, d.h. Usbekistan, Persien und Indien, sowie in den Westen, über Skythien bis nach Mitteleuropa hinein.

Im 8. Jahrhundert waren viele Bewohner dieser Region offenbar indo-europäisch sprechende Nomaden, entweder Skythen oder verwandte Völker. Daneben fanden sich auch verstreut lebende Stämme, die wir zumindest ab dem 10. Jahrhundert ethnologischen als Mongolen betrachten können.
Reflexbogen, Pfeilköcher und Pfeile aus dem 10. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, Bayanhongor Aimag, Mongolei

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