Todesurteil für chinesischen LKW-Fahrer
Der LKW-Fahrer, der vor ca. einem Monat einen protestierenden mongolischen Viehzüchter mit seinem Kohletransporter totgefahren hatte, ist von einem Gericht in der chinesischen autonomen Provinz Innere Mongolei zum Tode verurteilt worden.
Sein Beifahrer wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Zwei Fluchthelfer bekamen jeweils 3 Jahre Gefängnis. Die vier Verurteilten wollen in Berufung gehen.
Die mongolischen Hirten hatten gegen die massive Ausweitung des Kohlebergbaus protestiert, die ihre seit Jahrtausenden nachhaltig genutzten Weidegründe innerhalb kürzester Zeit zerstört. Der Bergbau wird fast ausschließlich von Han-Chinesen betrieben, der dominierenden Volksgruppe Chinas, der auch die verurteilten LKW-Fahrer angehören.
In dem Teil der Mongolei, der als autonome Provinz Innere Mongolei zum Staatsgefüge Chinas zählt, stellen die Mongolen heute nur mehr ca. 17 Prozent der Bevölkerung. Die Provinz wird seit Jahrzehnten systematisch von Han-Chinesen unterwandert – ähnlich wie Tibet und die Uigurengebiet Ostturkestan.
Die brutale Urbanisierungs- und Industrialisierungspolitk wird von der Han-dominierten chinesischen Zentralregierung international als “große Anstrengungen für die Entwicklung der Region” als pro-mongolisch verkauft. Die Wahrheit ist, dass die ursprüngliche mongolische Bevölkerung massiv kulturell, politisch und wirtschaftlich benachteiligt wird: Die intakte Natur, die traditionelle Lebensgrundlage der nomadisierenden Viehzüchter, wird von Chinesen systematisch und rücksichtslos zerstört.
Quelle: www.123recht.net
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Am 15. November 2011 um 18:40 Uhr
Guten Tag,
von diesen Vorfall habe ich während meiner Mongolei Reise in diesen Sommer gehört. Die Mongolen waren richtig aufgebracht über diesen Zwischenfall und auch die Grenze zwischen Mongolei und China war für einige Tage danach wegen der folgenden Unruhen geschlossen. Doch in den Medien wurde darüber nicht berichtet, oder?