Schweizer Ärzte in der Mongolei

Swiss Surgical Team in der Mongolei. Foto: http://www.swissinfo.ch/ger/startseite.html?siteSect=109&ty=st&sid=11179934&front=brRund 30 erfahrene Ärzte aus der Schweiz sind jedes Jahr während drei Wochen in mongolischen Kliniken im Einsatz – ohne Bezahlung. Seit 10 Jahren unterstützt das Swiss Surgical Team Chirurgen und Anästhesisten in der Mongolei.

Anfang der 1990er-Jahre geriet das mongolische Gesundheitssystem nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in eine Krise. Es fehlte an Allem: an Gebrauchs- und Verbrauchsmaterial, an technischen Geräten und Instrumenten sowie an Aus-, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten für die mongolischen Ärzte.

“Es musste gespart werden. Die Behörden schlossen die teuerste Abteilung”, erinnert sich Ganbold Lundeg, Arzt und heutiger stellvertretender Leiter des Krankenhauses. “In diesem Fall war es die einzige Intensivstation im Land.” Eine Entscheidung, die unzähligen Patienten das Leben kostete.

Das bewog den Westschweizer Chirurgen Pierre Tschanz und dessen Frau Corinne, eine Anästhesie-Schwester, beim Wiederaufbau der Intensivstation zu helfen. Die beiden hatten bereits 1991 auf einem Urlaub verschiedene Krankenhäuser in der Mongolei besucht und grossen Handlungsbedarf festgestellt.

1998 gründeten sie zusammen mit den Chirurgen Jürg Ammann, Jean-François Schmid und Beat Kehrer, das Swiss Surgical Team (SST). 1999 erfolgte ihre erste Mission in die Mongolei.

Sie schickten auch medizinisches Inventar nach Ulaanbaatar und bildeten Fachleute vor Ort aus. Mit Unterstützung der Universität Genf und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (Deza) wurde 2002 die neue Intensivstation eröffnet.

Die Schweizer Ärzte machten aus den Hilfseinsätzen eine Tradition und verbringen seither jährlich drei Wochen in der Mongolei. Sie bilden an öffentlichen Spitälern Ärzte aus, betreuen Patienten, halten Vorlesungen und führen Operationen durch. Kaum sind die Schweizer im Land, melden sich haufenweise Patienten, die von ihnen behandelt werden möchten.

Quelle: Lesen Sie den kompletten Originalartikel von Christa Wüthrich auf swissinfo.ch.

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