Russland öffnet Grenze für Gazellen
Damit die Tiere freien Zugang zu den russischen Seen haben, wurden Grenzanlagen in der Mongolei entfernt. Russland
hat aus Tierliebe einen Teil seiner Grenzanlagen zum Nachbarn Mongolei entfernt. Das berichtete das Moskauer Staatsfernsehen Russia Today am Sonntag. Jenseits der Grenze seien bereits rund 300 Exemplare der Mongolei-Gazelle verendet, da die Tiere in ihrem ursprünglichen Lebensraum kaum mehr Wasser fänden.
Die Behörden in Moskau hätten sich daher entschlossen, den Paarhufern den Weg zu russischen Seen in der Nähe frei zu machen. Auf rund fünf Kilometern der insgesamt etwa 3.500 Kilometer langen Grenze zur Mongolei seien Stacheldraht und andere Sperren entfernt worden, sagte ein Polizeisprecher. Es werde dort aber weiter patrouilliert.
Quelle: Ö24
Die Mongolische Gazelle oder Mongoleigazelle (Procapra gutturosa) ist eine Art der zentralasiatischen Kurzschwanzgazellen (Procapra) und gehört zur Untergattung Prodorcas. Gelegentlich wird sie auch Dseren genannt. Sie erreicht ein Gewicht von bis zu 40 kg und eine Schulterhöhe von etwa 75 cm. Das Fell ist oben blass-orange mit rötlichen Seiten. Im Winter sind die Tiere generell blasser als im Sommer. Die Unterseite ist weiß. Die Böcke besitzen einen Kropf und eine ausstülpbare Maulblase. Nur die Böcke haben Hörner, die ca. 20 cm lang werden.
Die Mongoleigazelle ist ein Bewohner der zentralasiatischen Steppengebiete. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckte sich noch zu
Anfang des 20. Jahrhunderts vom Irtysch-Tal in Nordostkasachstan ostwärts über die meisten Gebiete der Mongolei und über acht Provinzen Nordchinas bis in die Ebenen von Peking. Im Gebiet des heutigen Russland gab es ursprünglich drei Vorkommen, alle im Grenzgebiet zur Mongolei. Heute kommen sie in Russland nur noch als sporadische Gäste vor. Seit 1950 ist die Art südlich der Chinesischen Mauer ausgestorben und die letzten Vorkommen in Kasachstan sind ebenfalls erloschen. In China leben die Tiere heute nur noch in der Inneren Mongolei, in einem schmalen Streifen an der Grenze zur Mongolei. Im größten Teil des früheren mongolischen Verbreitungsgebietes sind sie ebenfalls ausgestorben. Man findet sie fast nur noch in den östlichen Provinzen Dornod, Süchbaatar, Chentii, Dorno-Gobi (Ost-Gobi) und Ömnö-Gobi (Süd-Gobi). Kleine Restpopulationen halten sich darüber hinaus noch in Dund-Gobi (Mittel-Gobi), Öwörchangai, Bajanchongor, Gobi-Altai und Zawchan.
Die Mongoleigazelle bewohnt typischerweise Ebenen oder leicht hügeliges Gelände in trockenen Steppenklimaten und Halbwüsten. Im Winter scheinen die Tiere vorwiegend tagaktiv zu sein, während sie im Sommer die Dämmerung bevorzugen. Auf der Suche nach Steppengräsern bewegen sich die Herden über große Distanzen und allein die saisonalen Weidegebiete können hunderte von Quadratkilometern umfassen. Zwischen diesen Weidegründen unternehmen die Herden darüber hinaus jedes Jahr im Frühling und Herbst weite Wanderungen, die oft hunderte von Kilometern betragen.
Quelle: Wikipedia
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