Ömnö Gobi Aimag – Südgobi

Kamele vor der Sanddüne Khongoryn Els. Bild: GNU Lizenz für freie Dokumentation von Doron http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:KhongorynElsCamels.jpg&filetimestamp=20070314134638Ömnö Gobi (Südgobi) ist mit 165.000 km² der größte und mit 46.000 Einwohnern gleichzeitig der am wenigsten besiedelte Aimag der Mongolei. Die Bevölkerungsdichte beträgt nur 0,3 EW/km². Die wenigen Bewohner der Südgobi sind überwiegend Khalkha Mongolen.

Betrachtet man das Klima der Südgobi, wird schnell deutlich, warum die meisten Menschen lieber anderswo leben. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt nur 130 mm (Deutschland 700 mm). Im Sommer erreichen die Durchschnittstemperaturen Werte von bis zu 38 °C (Deutschland 17 °C). Die Südgobi ist die heißeste, trockenste und härteste Region der Mongolei.

Der Gebirgszug Gurvansaikhan Nuruu in der Mitte des Aimags ist die auffallendste Erhebung in dieser über weite Strecken brettebenen Landschaft. Das Gebirge erreicht eine Höhe von 2.825 m und bietet zahlreichen Wildtierarten, wie dem extrem seltenen Schneeleoparden, kostbaren Lebensraum.

Die Berge ermöglichen auch menschliches Leben zu ihren Füßen. Im Frühling liefert das Schmelzwasser des über den Winter angesammelten Schnees die Lebensgrundlage für etwas Nutzvieh.

In Ömnö Gobi leben tausende schwarzschwänziger Gazellen, die man über die offenen Ebenen sprinten sehen kann. Außerdem leben hier zwischen 90.000 und 100.000 Hauskamele – etwa ein Viertel des gesamtmongolischen Bestandes.

Der 2 Millionen Hektar große Gurvan Saikhan Nationalpark beherbergt eine Menge Wildtiere. Es gibt zahlreiche Funde von Dinosaurierfossilien, Sanddünen und interessante Felsformationen. Das 1,8 Millionen Hektar große Naturschutzgebiet im Südosten des Aimags ist die letzte große Bastion des Khulan Wildesels.

Die Hauptstadt des Ömnö Gobi Aimags, Dalanzadgad, liegt in der Nähe der östlichen Ausläufer des Gurvansaikhan Nuruu. Man erreicht sie von der Landeshauptstadt Ulan Bator kommend entweder per Inlandsflug oder in etwa drei bis vier Tagesreisen mit dem Geländewagen.

Es ist empfehlenswert die Überlandtour mit dem Auto nur in ortskundiger Begleitung zu übernehmen. Die Besiedelung der Gobi ist so spärlich, dass Treibstoff Tanken, Trinkwasser bunkern und Lebensmittel kaufen gut geplant sein wollen. Auch wissen einheimische Fahrer und Guides am besten, welche Pisten sicherer sind, weil es dort mehr Verkehr gibt.

Quellen:
Wikipedia
Lonely Planet

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Eine Reaktion zu “Ömnö Gobi Aimag – Südgobi”

  1. Riesiges Minenprojekt in der Mongolei | Mongolei Reise-Know-how

    [...] industrielle Erschließung der Südgobi nimmt also weiter an Fahrt auf. Wer die zauberhafte Südgobi noch vor ihrer Zerstörung sehen will, sollte sich bald auf die Reise in die Mongolei [...]

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