Neuausrichtung mongolischer Regierungspolitik

Mongolei und Japan unterzeichnen Abkommen im Jahr 2009.Die mongolische Regierung stärkt zur Zeit die russischen Bestrebungen, stärkere Kontrolle über den Uranabbau in der Mongolei zu erlangen.

Der weltweite Konzentrationsprozess in der Nuklearenergiebranche schreitet voran. Siemens hat z.B. vor etwa einem halben Jahr seine Zusammenarbeit mit Framatome aufgekündigt, nur um kurz darauf eine strategische Partnerschaft mit dem russischen Konzern Rosatom einzugehen.

Die wirtschaftlich führenden Nuklearenergiestaaten sind mit Positionskämpfen schwer beschäftigt.Es geht um die langfristige Sicherung der eigenen Energieversorgung in Zeiten von Nahrungs-, Klima-, Energie- und Wirtschaftskrise. Zum einen soll die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden, da eine unsichere Energieversorgung soziale Verwerfungen auslösen könnte, durch die wiederum vorherrschende Produktionsverhältnisse verändert werden könnten.

Außerdem geht es schlicht um die Sicherung von Herrschaftsstrukturen auf der Grundlage von Verfügungsgewalt über wichtige Ressourcen. Der zentralen Bereitstellung von Energie kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Autarke Energieversorgungssysteme könnten die Bedeutung von Staat und offizieller Wirtschaft bei der Überlebensbewältigung unwichtiger machen.

Vor diesem Hintergrund ist die eine Neuausrichtung der mongolischen Regierungspolitik beim Ressourcenabbau in ihrem Land zu betrachten. Im Mai 2009 hat sie eine umfassende Kooperationsvereinbarung mit Russland getroffen und am 16. Juli 2009 ein Wirtschaftsabkommen mit Japan beschlossen. Im selben Monat wurden die Bergbaulizenzen für eine Reihe westlicher, insbesondere kanadischer Unternehmen außer Kraft gesetzt.

Quelle: Elektronische Zeitung Schattenblick im MA-Verlag
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RESSOURCEN/107: Mongolei setzt Lizenzen für Uranabbau aus (SB)
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