Mongolischer Ministerpräsident Bayar Sanjaa tritt zurück
Der mongolische Regierungschef Bayar Sanjaa hat nach Angaben seiner Partei aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt eingereicht.
Über das Gesuch muss nun der Parlamentspräsident entscheiden, wie der Generalsekretär der Mongolischen Revolutionären Volkspartei (MRVP) Khurelsukh Ukhaa sagte. Die Parteiführung werde am Mittwoch über die politische Lage im Land beraten.
Der Ministerpräsident hatte sich in der Vergangenheit wegen einer Hepatitis-Infektion im Ausland behandeln lassen und wurde in der vergangenen Woche abermals in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Ulan Bator eingeliefert.
Bajar wurde 1956 in der Hauptstadt Ulaanbaatar geboren. Er machte an der Moskauer Staatsuniversität seinen Abschluss in Rechtswissenschaft. Von 1979 bis 1983 diente er mit Offiziersrang im mongolischen Generalstab.
Von 1983 bis 1988 arbeitete er als Journalist für die Nachrichtenagenturen Montsame und Mongolpress. Von 1990 bis 1992 war er Mitglied des Kleinen Staats-Chural.
Von 1992 bis 1997 unterrichtete er an der Akademie für Sozialwissenschaften, studierte in Washington, DC, und war Direktor des Instituts für Strategische Studien des mongolischen Verteidigungsministeriums.
Von 1997 bis 2001 war er der Leiter des Büros des Staatspräsidenten, und von 2001 bis 2005 diente er als Botschafter der Mongolei in Moskau.
Bajar trat 1988 der Mongolischen Revolutionären Volkspartei (MRVP) bei und wurde 2005 Generalsekretär der Partei. Am Perteikongress 2007 wurde er mit 377 zu 229 Stimmen vor Mijeegombyn Enchbold als Vorsitzender gewählt. Der gleiche Parteikongress stimmte dafür, Bajar als nächsten Premierminister vorzuschlagen.
Das von der MRVP dominierte Parlament ernannte Bajar am 22. November 2007 mit 67 gegen zwei Stimmen (87,1 %) zum Premierminister. Seine Amtszeit als Premierminister begann er mit Verbalattacken gegen Tsachiagiin Elbegdordsch in seiner Inaugurialrede.
Er nationalisierte die verbleibenden 15 % privater Anteile an der Tawan Tolgoi Kohlenmine, um sie in ein 100%-iges Staatsunternehmen zu verwandeln, wodurch das Interesse russischer Firmen an ihrem großen Kohlevorkommen angestachelt wurde.
Quellen:
nzz.ch
de.news.yahoo.com
newstin.de
Wikipedia
kas.de
Tags: Ministerpräsident, Mongolei, MRVP, Regierungschef, Rücktritt, Sandschagiin Bayar