Mongolische Sumo-Ringer sind Weltspitze

Mongolischer Sumo-Ringer der Spitzenlkasse: HakuhoAls Hakuho vor neun Jahren nach Japan kam, war er ein schüchternes Kind, das Heimweh nach seiner Familie in der Mongolei hatte und für einen Sumo-Ringer viel zu dünn war. Die harten Sitten im „Sumo-Stall“ machten den Anfang nicht leicht für den jungen Mongolen. Er musste die Schläge der anderen erdulden, wie es Sumo-Brauch ist. Und er musste sich mit dem Essen begnügen, das die Stärkeren übrig ließen.

Mittlerweile macht dem riesigen Sumo-Ringer niemand mehr etwas streitig. Der 24 Jahre alte Hakuho ist heute einer der erfolgreichsten Ringer der Sumo-Welt. Beim Sumo-Turnier in Tokio hat er gerade nur knapp einen weiteren Titel verpasst. Doch der 155 Kilogramm schwere, bullige Mann, der im traditionellen Gewand der Sumo-Ringer mit den nach oben gebundenen Haaren auftritt, schämt sich nicht, sich von weniger harten Seiten zu zeigen.

Mongolischer Sumo-Ringer der Spitzenklasse: Asashoryu

Ein weiterer Mongole, der in den vergangenen Jahren erfolgreiche Asashoryu, empört regelmäßig das Publikum, weil er sich nicht an die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der Sumo-Welt hält. Immer wieder fällt er mit unangemessenen Äußerungen und flegelhaftem Benehmen auf. Hakuho dagegen verbeugt sich vor seinem Gastland, bedankt sich beim Publikum und zeigt sich überhaupt dankbar gegenüber Japan. Nach seiner aktiven Karriere will er in Japan bleiben und dort eine Schule für junge Sumo-Ringer leiten.

Doch selbst Hakuho verstößt manchmal gegen die japanische Tradition. Vor dem jüngsten Turnier fing er sich samt seinem Rivalen Asashoryu einen Rüffel von der japanischen Sumo-Vereinigung ein. Sie waren dabei ertappt worden, wie sie zwei Tage vor dem Turnier Golf spielten. Das sei unerhört, wüteten die Wächter der Tradition: Sie sollten sich ernsthaft auf das Turnier vorbereiten.

Lesen Sie den kompletten Originalartikel in der FAZ

Tags: , , , , , ,

Einen Kommentar schreiben