Mongolische Pädagogen in Aurich

Die Pädagogen (von rechts) Munkhbat Garavsuren, Oyunbat Tumursukh und Erdenetsetseg Bandi mit Dolmetscherin Ariunaa Zelder und Angelika Heinich vom Europahaus. Bild: Lüppen.Seit dem 7. Mai sind drei Pädagogen aus der Mongolei mit ihrer Dolmetscherin im Europahaus in Aurich zu Gast. Im Zuge eines Austauschprogramms erfuhren sie dort, wie Theaterpädagogik in der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland eingesetzt wird.

Deutsche Kinder verhielten sich ganz anders als die Kinder in ihrer Heimat, haben die mongolischen Pädagogen dabei festgestellt. Während mongolische Kinder Erwachsenen gegenüber eher schüchtern seien, trauten sich die deutschen Kinder, offen und auf Augenhöhe mit den Großen zu sprechen. “Sie werden ernst genommen”, sagte Erdenetsetseg Bandi, die eine Abteilung für soziale Entwicklung im Oberbürgermeisteramt des Bezirks Süd-Gobi leitet.

Dafür wüchsen die mongolischen Kinder auf dem Lande in traditionellen Großfamilien auf. Viele von ihnen lebten mit Großeltern und Eltern als Nomaden in einer Jurte. Der Zusammenhalt in den Familien sei groß, und die Kinder lernten schon früh, mitzuhelfen. “Dadurch sind sie selbstständiger als europäische Kinder”, sagte Oyunbat Tumursukh, Lehrerin für Kultur und Bildung des Bezirks Dornod.

Quelle: ostfriesen-zeitung.de

Tags: , , , , ,

Einen Kommentar schreiben