Mongolei-Festival in Bärstadt 2009
Vom 21. bis 23. August findet in Bärstadt das 6. Mongoleifestival statt. Das dreitägige Festival bietet ein vielseitiges Programm und beginnt am Freitag, 21. August, um 18 Uhr.
Um 19.30 Uhr findet eine Lesung und Gesprächsrunde mit dem Dichter Galsan Tschinag statt. “Egschiglen”, die Band, die seit 2001 alle Festivals begleitet hat, beschließt den Abend musikalisch ab 21.30 Uhr.
Am Samstag beginnt das Festival um 13 Uhr. Ab 13.30 Uhr bietet die fünfte deutsche Meisterschaft in mongolischem Ringen einen sportlichen Höhepunkt. Die Kämpfer tragen traditionelle Ringerkleidung, die Endkämpfe werden um 17 Uhr ausgetragen.
Zwischendurch sorgen um 15 Uhr die Taliin Ochid Steppenmädchen der Partnerschule Ulan Bator und um 16.30 Uhr die Sängerin Oyuna für Unterhaltung auf der Festivalbühne.
Das Abendprogramm beginnt um 19 Uhr mit dem Esemble “Enkhtuya”, deren Auftritt sich eine weitere Vorstellung der Steppenmädchen um 20.30 Uhr anschließt. Zum Ausklingen des Abends tritt die Gruppe “Sedaa” ab 21.30 Uhr auf.
Der Sonntag, 23. August, bietet vor allem Familien die Möglichkeit, verschiedene Aspekte der mongolischen Lebensweise kennenzulernen. Die Stände und Programmpunkte auf dem Festivalgelände rund um die alte Volksschule laden ein zum Zuschauen, Fragen und Mitmachen.
Es gibt Kunsthandwerk, Tsam-Masken, mongolische Malerei, Spiele-, Bücher-, Info- und Verkaufsstände sowie eine Dia- und Dokumentarfilmvorstellung. Für alle, die die Musik- und Tanzvorstellungen am Samstag verpasst haben, gibt es am Sonntag im Kurzprogramm ab 13.30 Uhr die Möglichkeit, die Gruppen nochmals zu sehen.
Der Eintritt für die Lesung und das Konzert am Freitag beträgt 15 Euro, der Samstag kostet 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. Ein Kombiticket für Freitag und Samstag gibt es für 30 beziehungsweise 23 Euro. Der Familientag am Sonntag ist kostenfrei, der Einlass für Kinder bis 12 ist generell kostenlos.
Quelle: Homepage des Mongolei-Festivals in Bärstadt
Tags: 2009, August, Bärstadt, Kultur, Mongolei-Festival, Musik, Tanz
Am 24. August 2009 um 14:00 Uhr
Für seinen ersten Sieg benötigt Enchamar Altengerel nur drei Sekunden. Kaum hat der Auftaktkampf zur fünften Deutschen Meisterschaft im mongolischen Ringen begonnen, verliert der deutsche Gegner Andreas Ernst auf dem holprigen Wiesenstück das Gleichgewicht und stürzt. Und wer zuerst mit einem anderen Körperteil als Hand oder Fuß den Boden berührt, hat verloren. Standhaftigkeit ist in diesem Sport die wichtigste Tugend, Fairness und Respekt vor dem Gegner sind die obersten Gebote.
Aber auch ohne Rekordzeit ist die Niederlage des Deutschen keine Überraschung. Schließlich ist das mongolische Ringen, das ohne Arena, Gewichtsklassen, Unentschieden und umfängliches Regelwerk auskommt, neben Bogenschießen und Reiten die dritte Nationalsportart der Mongolen, und der Sieger ist seit Kindheitstagen darin geübt. Schon 2001 hat Enchamar das Premierenturnier in Bärstadt gewonnen, als mit dem ersten mongolischen Festival und dem wohl einzigen dieser Art in Deutschland eine ungewöhnliche Tradition begonnen wurde.
Quelle: FAZ
Am 25. April 2010 um 22:14 Uhr
Liebes Festival-Team!
Meine Tochter ist nach 8 Jahren aus der Mongolei zurück und ich würde ihr gerne mitteilen, wann in diesem Jahr das Festival stattfindet .Gibt es auch einen Bogenschieß-Wettbewerb?
( Sie war darin nämlich 2mal ! Naadam-Siegerin in der Provinz Hoved.)
Herzliche Grüße aus Eppstein/Ts von
Claudia Papenhausen