Mit Weltwärts in die Mongolei
Eine Kreuzung in der Innenstadt von Ulan Bator. Mit Pfiffen aus seiner Trillerpfeife und wildem Wedeln mit einem Leuchtstab versucht ein Polizist Ordnung in das Chaos zu bringen. Alte, russischen Autos, japanische Kleinwagen, luxuriöse Geländewagen und ächzende koreanische Busse – alle wollen gleichzeitig über die Kreuzung.
“Es gibt so viele Eindrücke, die in den ersten zwei Wochen auf mich niedergeprasselt sind”, erzählt Stefan Schulze. Bis vor ein paar Wochen blickte er nämlich noch auf ganz andere Kreuzungen:
Auf geordnete Fahrzeuge in Reih und Glied – in Leverkusen. Dort kommt der 20-Jährige nämlich her. Doch er wollte was erleben und hat sich aufgemacht nach Ulan Bator, Hauptstadt des am dünnsten besiedelten Landes der Welt, der Mongolei. “Es ist alles so anders. Jedes Mal die Straße zu überqueren ist ein größeres Erlebnis.”
In allen Einsatzgebieten des “Weltwärts-Programms” arbeiten Jugendliche vorrangig im Bereich Bildung. Über 200 Entsendeorganisationen bieten über dieses Programm des BMZs (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Freiwilligenplätze an. Die werden vom Ministerium mit knapp 600 Euro pro Monat bezuschusst.
Fragt man Schulze, was er sich von seinem Jahr in der Mongolei erhofft, kommt eine Antwort, der wohl die meisten seiner Kollegen zustimmen könnten: “Viele, viele neue Erfahrungen sammeln und so gesehen einen Blick über den Tellerrand werfen. Weg von den Industrieländern und sehen, wie es im Rest der Welt ist.”
Quelle: Lesen Sie den kompletten Originalartikel von M.v.Hein und M.Klaussner bei dw-world.de.
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