Kunsthalle Leoben: Das Gold der Steppe. Sensationsfunde aus Fürstengräbern der Skythen
Ein geheimnisvolles Volk waren die Skythen: Sie waren Reiternomaden und Bogenschützen und bevölkerten die zentralasiatischen Steppen. Sie zählen damit zu den Vorgängern der heutigen Mongolen und Kasachen.
Die Skythen hinterließen keine schriftlichen Aufzeichnungen. Unser Wissen über die Skythen stammt aus anderssprachigen Quellen und archäologischen Hinterlassenschaften. Der Kunst dieses seltsamen Volkes geht nun die Kunsthalle Leoben nach.
Krieger und Künstler: Die Skythen galten als verwegene Reiter und Bogenschützen. Ihr großer Stolz waren daher diese Fernwaffe, mit der sie auch Giftpfeile abschossen, und die Pferde, die reich geschmückt mit ihren Fürsten ins Grab gelegt wurden. Neuntausend Zierplättchen aus Gold können auf eine Pferdedecke genäht sein. Dies wird neben Filmen von Ausgrabungen mit Figuren vor Augen geführt, um nicht allein mit Vitrinen für die aus Goldblech gefertigten Schmuckstücke und Waffen aufzuwarten. Neu sind viele Kombinationen von Gold und Halbedelsteinen aus den Gräbern der Sarmaten, die ab dem 2. Jahrhundert vor Christus die Skythen auf die Krim zurückdrängten.
Das Konzept zur Ausstellung stammt von Wilfried Seipel. Sie ist unter dem Titel “Gold der Steppe. Sensationsfunde aus Fürstengräbern der Skythen und Sarmaten” noch bis zum 26. Oktober 2009 in der Kunsthalle Leoben zu sehen.
Quelle: Lesen Sie den vollständigen Originalartikel von Brigitte Borchhardt-Birbaumer aus der Wiener Zeitung.
Tags: archäologie, Bogenschützen, Gold, Kasachen, Kunst und Foto, Mongolen, Pferde, Reiternomaden, Sarmaten, Skythen, Steppen
Am 14. Februar 2012 um 16:15 Uhr
Sensationsfunde aus den Fürstengräbern der Skythen und Sarmaten
Die Ausstellung in Leoben (in der Steiermark/Österreich) zeigt eindrucksvolle Gold- und Silberfunde, mit Edelsteinen besetzte Preziosen und Keramikobjekte, die aus den unterschiedlichsten Fundstätten skythischer und sarmatischer Grabhügel stammen. Das Gold der Steppe – Sensationsfunde aus den Fürstengräbern der Skythen und Sarmaten. Die Austellung ist echt einen Besuch wert. Es gibt dort zahlreiche faszinierende Exponate, zB der berühmte Halsreif, aber auch, und das war höchst interessant gemacht, ein mit lebensgroßen Figuren gemachtes Diorama, bei dem man die Ausrüstung der Skythenkrieger genau ansehen kann.
Seit bald 300 Jahren werden Grabhügel – sogenannte Kurgane der Skythen und anderer Reiternomadenstämme zwischen Sibirien und der Pannonischen Tiefebene in Ungarn entdeckt und erforscht. Reich verzierte Goldobjekte und tätowierte Mumien lenkten schon früh die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese frühgeschichtlichen Volksgruppen, die erstmals wie kaum andere Europa und Asien in einer gemeinsamen Geschichte zu verbinden scheinen und somit eine besondere Bedeutung für die eurasische Vergangenheit erlangen. Der Kunsthalle Leoben ist es nun in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien gelungen, die bedeutendsten Ausgrabungsfunde der letzten Jahrzehnte erstmals nach Österreich zu bringen. Die Ausstellung in Leoben widmet sich diesem faszinierenden Volk und zeigt eindrucksvolle Gold- und Silberfunde, mit Edelsteinen besetzte Preziosen und Keramikobjekte, die aus den unterschiedlichsten Fundstätten skythischer und sarmatischer Grabhügel stammen. Sie bieten einen einzigartigen Eindruck vom Reichtum, der Kunstfertigkeit und den Reichtum an Ornamenten dieses zum Teil in unseren Breiten noch unbekannten jedoch überaus eindrucksvollen Reitervolks. (Details zur Spielstätte: Kirchgasse 6, A-8700 Leoben in der Steiermark/Österreich)
Durch diese faszinierenden Schatzfunde, die sich durch besondere Eleganz und Kunstfertigkeit auszeichnen, bekommt die Ausstellung über die Sarmatenzeit eine besondere Qualität. Eine Besonderheit, denn kein Ausstellungsprojekt bisher hat Exponate aus der Zeit des Skythen gemeinsam mit sarmatischen Schätzen präsentiert..
http://historicalchroniclesarenotforgott.blogspot.com/p/sarmaten-sauromaten.html