Kunsthalle Leoben: Das Gold der Steppe. Sensationsfunde aus Fürstengräbern der Skythen
Ein geheimnisvolles Volk waren die Skythen: Sie waren Reiternomaden und Bogenschützen und bevölkerten die zentralasiatischen Steppen. Sie zählen damit zu den Vorgängern der heutigen Mongolen und Kasachen.
Die Skythen hinterließen keine schriftlichen Aufzeichnungen. Unser Wissen über die Skythen stammt aus anderssprachigen Quellen und archäologischen Hinterlassenschaften. Der Kunst dieses seltsamen Volkes geht nun die Kunsthalle Leoben nach.
Krieger und Künstler: Die Skythen galten als verwegene Reiter und Bogenschützen. Ihr großer Stolz waren daher diese Fernwaffe, mit der sie auch Giftpfeile abschossen, und die Pferde, die reich geschmückt mit ihren Fürsten ins Grab gelegt wurden. Neuntausend Zierplättchen aus Gold können auf eine Pferdedecke genäht sein. Dies wird neben Filmen von Ausgrabungen mit Figuren vor Augen geführt, um nicht allein mit Vitrinen für die aus Goldblech gefertigten Schmuckstücke und Waffen aufzuwarten. Neu sind viele Kombinationen von Gold und Halbedelsteinen aus den Gräbern der Sarmaten, die ab dem 2. Jahrhundert vor Christus die Skythen auf die Krim zurückdrängten.
Das Konzept zur Ausstellung stammt von Wilfried Seipel. Sie ist unter dem Titel “Gold der Steppe. Sensationsfunde aus Fürstengräbern der Skythen und Sarmaten” noch bis zum 26. Oktober 2009 in der Kunsthalle Leoben zu sehen.
Quelle: Lesen Sie den vollständigen Originalartikel von Brigitte Borchhardt-Birbaumer aus der Wiener Zeitung.
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