Jurte und Jurte
Einträchtig stehen sie nebeneinander. Die mongolische Jurte ist selten in unseren Breiten. Aber hier steht sie direkt neben der europäischen Abwandlung der Pfadfinder.
Gemeinsam haben die beiden Verwandten im Grunde nur die Form und die Verwendung. Ansonsten liegt den beiden mobilen Unterkünften eine völlig unterschiedliche Konstruktion zugrunde.
Während die mongolische Jurte Heimat für eine ganze Familie, samt deren Möbel, Hab und Gut ist und in der trockenen Mongolei Wind und Wetter zu trotzen hat, ist die Pfadfinder-Jurte in erster Linie ein einfaches Gruppenzelt für kurzfristige Zeltlager.
Die Mongolen transportieren ihre Jurte auf Pferden, Ochsenkarren, Kamelen oder LKW. Für unsere Jurte reicht hingegen ein Kofferraum des PKW noch aus und wer sich die nötigen Stangen aus dem Wald holt, der kann die Jurte zur Not noch auf die Rucksäcke der Gruppe verteilen. Die raffinierten und stabilen Scherengitterwänder der mongolischen Jurte werden immer mitgenommen.
Und so schön die ursprünglichen Jurten aus der Mongolei sind, so wenig sind die Filzwände für unsere feuchten Regionen geeignet. Hier hat das Pfadfinderzelt, welches aus robuster Baumwolle gefertigt ist und den Mongolen die Form abgeschaut hat, einen klassischen Heimvorteil.
In der trockenen Mongolei allerdings hat der gut isolierende und trotzdem atmungsaktive Filz Vorteile gegenüber der windigen Baumwollplane der Pfadfinder.
Das Original strahlt einen unwiderstehlichen Charme aus. Vor allem dann, wenn es stilvoll eingerichtet ist und der salzige Milchtee auf dem Kanonenofen dampft.
Quelle: Lesen Sie hier den kompletten Originalartikel von ralph bei Jurtenland.
Tags: Jurte, Mongolei, Pfadfinder