Gras & Wüste: Ein Mongolenreich für ein Pferd

Bogenschießen beim mongolischen Naadam NationalfestMancher Reisende muss sich die Mongolei halb zu Fuß erarbeiten, während die Gastgeber schon als Reiter auf die Welt kommen. Eine Entschleunigungsexpedition zu Jurten und Kamelherden.

Schön ducken! Ein klassisch-mongolischer Jurten-Türstock endet in einer Höhe, auf der in Europa gerade einmal die Türschnalle montiert ist. Also: ducken! So sieht man die Fetzen von getrocknetem Schaffleisch, die als potenzielle Suppeneinlage von der Decke des Nomadenzelts baumeln, erst auf zweiten Blick. Die Bückhaltung verinnerlicht man relativ schnell – aus Selbstschutz, aber noch mehr aus Höflichkeit und Aberglauben. Mit dem Kopf anstoßen steht ebenso wie das direkte auf die Schwelle Treten auf der „Don’t“-Liste. Also: ducken und drübersteigen!

Auch für das Innere der Jurte (mongolisch: Ger), gibt es einen klaren Verhaltenskodex. Es beginnt schon kurz nach dem Eingang. Links neben dem Türstock hängt ein Sack aus Rindsleder, in dem ungekühlte Stutenmilch vor sich hin gärt. Das riecht so wie es klingt. Und schmeckt auch so ähnlich. Jeder Besucher sollte als Teil der Begrüßungszeremonie mit einem riesigen Holzlöffel durch die Milch paddeln.

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Quelle: Dieser Textausschnitt stammt von Klaus Höfler (Die Presse). Den vollständigen Artikel lesen Sie auf diepresse.com

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