Gandan Kloster in Ulaanbaatar
In Ulaanbaatar oder Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, sollte man unbedingt das buddhistische Gandan Kloster besuchen. Am besten lässt man sich von einem einheimischen Guide führen, der selber praktizierender Buddhist ist.
Meist besteht das Programm des ersten Besuchstags in der Mongolei in einer Stadtrundfahrt durch Ulaanbaatar, bei der das Gandan Kloster besichtigt wird. Es gibt Tempel in tibetischem und chinesischem Architekturstil zu besichtigen und eine ca. 26 Meter hohe Bodhisattva Avalokiteshvara Statue. Zahlreiche Gebetsmühlen in unterschiedlicher Größe stehen dem Besucher zum Gebrauch zur Verfügung. Bei der Gelegenheit bietet es sich an, die Lamas gegen eine – für europäische Verhältnisse – bescheidene Spende für das gute Gelingen der weiteren Reise beten zu lassen.
Hier finden Sie einen interessanten Erfahrungsbericht über den Besuch des Gandan Klosters.
Gandantegchinlen Khiid (Mahayana Insel der vollkommenen Freude), wie das Kloster mit vollem Namen eigentlich heißt, wurde im Rahmen der kommunistischen Buddhistenverfolgungen in den 1930er Jahren geschlossen und teilweise zerstört. Ende der 1940er Jahre, als der Buddhismus den kommunistischen Machthabern weniger gefährlich erschien, wurde es in bescheidenem Umfang wieder in Betrieb genommen.
So war Gandan lange Zeit das einzige seinem eigentlichen Zweck dienende Kloster der Mongolei. Im Alltag war die Ausübung der Religion allerdings weitgehend verboten. Gandan diente, wie die wenigen anderen “überlebenden” Klöster auch, als Museum und Touristenattraktion. Gleichzeitig hatte es eine Art Feigenblattfunktion und sollte die angebliche Religionsfreiheit der kommunistischen Mongolei unter Beweis stellen.
Das Kloster selbst hat einen Shop, in dem man lamaistisch buddhistische Devotionalia erwerben kann. In der Nachbarschaft gibt es weitere Geschäfte, die geweihte Gegenstände wie Gebetsfahnen, Gebetsmühlen usw. anbieten. Das beste ist auch hier, sich von einem einheimischen Buddhisten beraten zu lassen, wo man welche Dinge in der besten Qualität und zum besten Preis erstehen kann.
Eventuell ist es auch eine gute Idee, beim ersten Besuch des Klosters sich erst mal nur umzusehen und Gebete lesen zu lassen. Den Einkauf buddhistischer “Reiseandenken” kann man dann am letzten Tag vor dem Abflug erledigen. So riskiert man nicht, auf holprigen Überlandreisen seine Einkäufe zu beschädigen oder zu verlieren.
Tags: beten, Buddhismus, Buddhist, Gandan Kloster, Gebet, Lama, Lamaismus, Spende, Ulaanbaatar, Ulan Bator
Am 2. Januar 2009 um 23:28 Uhr
Mehr Hintergrundinfos über den Buddhismus in der Mongolei gibt es auch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus_in_der_Mongolei
Dort wird auch das Gandan Kloster in Ulan Bator erwähnt.