Die Wüste Gobi
Entlang der mongolischen Südgrenze zu China liegen die fünf Gobi Aimags (Provinzen): Bayankhongor, Dornogov, Dundgov, Gov-Altai und Ömnögov.
Die Gobi ist von Menschen nur sehr dünn besiedelt, hat nur wenige Straßen und wenig Verkehrsmittel. Es gibt allerdings erstaunlich viele Wildtiere in der Gobi: Tausende wilder und halbwilder Kamele, Raubvögel und Gazellen. Und es gibt interessante Funde versteinerter Dinosaurierskelette und -eier.
Beim Bereisen der Gobi-Region sind ein paar Besonderheiten zu beachten. Die Nächte sind zu jeder Jahreszeit kalt. Also braucht man unbedingt einen warmen Schlafsack. Sandstürme sind jederzeit möglich, besonders im April und im Mai.
Tollwütige Hunde sind nichts Außergewöhnliches. Besonders in Städten und bei der Annäherung an Jurten ist daher Vorsicht angesagt.
Fast jedes Jahr gibt es im Westen der Gobi Region Fälle von Beulenpest – meist in der Zeit von August bis Oktober. Die Ansteckungsgefahr ist extrem niedrig. Jedoch können eventuelle Quarantänemaßnahmen Reisepläne gründlich durcheinander bringen.
Es gibt nur äußerst wenig Verkehr abseits der Hauptstraßen und auch diese sind nur spärlich befahrene Pisten. Das macht das Reisen – insbesondere per Anhalter – schwierig und gefährlich.
Beim Anmieten eines Geländewagens sollte man sehr sicher sein, dass das Fahrzeug auch wirklich zuverlässig ist. Man sollte immer einen Schlafsack, ein Zelt und auch für Notfälle ausreichend Wasser und Proviant dabei haben – unabhängig davon, ob man mit öffentlichen Bussen, Sammeltaxi oder Mietauto unterwegs ist.
Die Pisten selbst gehören über weite Strecken zu den besten in der Mongolei, da die Landschaft überwiegend flach und trocken ist.
Es ist wichtig, immer mehr Wasser dabei zu haben, als man eigentlich benötigt. Außerhalb der Aimag Hauptstädte ist die Trinkwasserversorgung rar und unzuverlässig. Eine Holz- oder Betonkonstruktion mitten im Nirgendwo mit ein paar Jurten in der Nähe ist ein sicheres Zeichen für eine Quelle oder einen Brunnen. Freilich können Quelle oder Brunnen auch versiegt sein.
Das Wasser ist meist köstlich, doch kann mannie wissen, ob es nicht durch Tiere verunreinigt ist. Deshalb muss Wasser vor dem Trinken immer unbedingt gut abgekocht oder sonstwie desinfiziert werden.
Hat der Brunnen eine Traufe, lohnt es sich diese zu füllen. Spät Abends tauchen mit Sicherheit ein paar wilde Gazellen oder Kamele aus dem Nirgendwo auf, um ihren Durst zu stillen – ein großartiger Anblick.
Quellen:
Gobi bei Wikipedia
Lonely Planet