Der Mongole – ab 7. August 2008 in den Kinos
Filmtyp: Spielfilm
Land: Russland, Mongolei
Jahr: 2007
Regie: Sergei Bodrov
Genre: Historienfilm
Links:
Offizielle Website zum Film
Trailer Clip auf Youtube
Synopsis (nach mongolei.de):
Sommer 1172. Temujin, Sohn eines Khans, findet in dem Mongolenmädchen Börte seine große Liebe. Eine Liebe, die Jahre voller Gewalt, Leid und Tod überstehen wird. Die Entführung Börtes durch einen verfeindeten Stamm gleicht Temujin einer Kriegserklärung. Temujin zieht in einen opferreichen Kampf für seine Liebe und erkennt seine Bestimmung:
Er muss als Khan aller Mongolen sein Volk vereinen und in eine sichere Zukunft führen…
Gedreht an Originalschauplätzen in der Mongolei, lässt DER MONGOLE eine längst vergangene, bedeutende Episode der Weltgeschichte wieder aufleben – das Leben und die Legende von Dschingis Khan, der 1162 als Temujin, Sohn eines mongolischen Clanchefs, geboren wurde. Regisseur Sergei Bodrov und sein Ko-Autor Arif Alijev hielten sich für ihre Nacherzählung der frühen Jahre Dschingis Khans an die Erkenntnisse führender Geschichtswissenschaftler.
Sie zeigen ihn von seiner gefahrvollen Kindheit bis zu seinem Sieg in der Entscheidungsschlacht um die Vorherrschaft bei den Mongolen als vielschichtige Persönlichkeit; eben nicht als das Klischee vom gnadenlosen Monster, sondern als mitreißenden, furchtlosen und visionären Anführer.
Der gefeierte japanische Shooting-Star Tadanobu Asano (ZATOICHI – DER BLINDE SAMURAI) verkörpert den legendären Eroberer. Ihm zur Seite stehen die Newcomerin Khulan Chuluun als Temudgins mutige Frau Börte und der chinesische Schauspieler Sun Hong Lei (HEIMWEG – THE ROAD HOME) als sein Blutsbruder und späterer Todfeind Jamukha. Vor einer atemberaubenden landschaftlichen Kulisse fügen sich Kampfszenen und emotionale Momente zu einer dramatischen Geschichte des Überlebens und des Triumphs einer willensstarken Persönlichkeit – und zu einer ergreifenden, zeitlosen Liebesgeschichte.
Tags: Chinggis, Chingis, Der Mongole, Djengis, Dschingis, Film und Theater, Haan, Han, Kaan, Kan, Khaan, Khan, Mongol, Tschingis
Am 15. Juli 2008 um 23:02 Uhr
Lesenswerte Besprechung des Films Mongol bei outnow.ch
Am 18. Juli 2008 um 22:39 Uhr
Hab bei Youtube “Making of” zu Mongol entdeckt.
Am 21. Juli 2008 um 15:59 Uhr
Auf Eurasisches Magazin gibt es einen ausführlichen Artikel zum Film und seiner Handlung.
Am 3. August 2008 um 07:38 Uhr
Sven von Reden hat in Welt Online eine interessante Besprechung geschrieben, die hier stark gekürzt wieder gegeben wird:
Der Monumentalfilm “Der Mongole” zeigt einen netten Barbaren.
Ein grösseres Reich hat die Menschheit nie gekannt. Dschingis Khan und seine Nachkommen zwangen Landmassen unter ihre Herrschaft, gegen die die Eroberungen Alexander des Großen und der römischen Kaiser geradezu kümmerlich wirken. Um eine solch einmalige welthistorische Leistung auf die Leinwand zu bringen, braucht es den epischen Atem des Monumentalfilms – ein Genre, beliebt wegen seiner visuellen Pracht und berüchtigt wegen eines meist sorglosen Umgangs mit historischen Fakten.
“Der Mongole” hat die Qualitäten eines altmodischen Monumentalfilms, der sogar Dschingis Khan authentisch darstellt. Gedreht wurde dazu an Originalschauplätzen in der zentralasiatischen Steppe. Der immense Aufwand einer Großproduktion an einigen der einsamsten Orte der Welt wird in “Der Mongole” belohnt durch atemberaubende Breitwandbilder unberührter Landschaften. Auch in den Schlachtenszenen verzichtet der russische Regisseur Sergej Bodrow weitgehend auf die Hilfe des Computers.
“Der Mongole” bleibt dennoch ein Film mit menschlichem Maß. Die Liebesgeschichte zwischen dem jungen Dschingis Khan, der damals noch seinen Geburtsnamen Temugdin trug, und seiner Frau Borte rührt gerade dadurch, dass sie in erster Linie über Blicke und Gesten erzählt wird.
Bodrow zeigt seinen Protagonisten – im Einklang mit der historischen Forschung – als in mancher Hinsicht aufgeklärten Herrscher, der sein Volk vereinte, Gesetze einführte und bisweilen erstaunlich tolerant sein konnte. Krude sind allerdings Szenen, in denen Dschingis Khan als ein von Gott auserwählten Führer erscheint. So brillant “Der Mongole” den Monumentalfilm wiederauferstehen lässt, sein messianisches Herrscherbild hinterlässt einen leicht unangenehmen Nachgeschmack.
Die absolut lesenswerte Besprechung gibt es ungekürzt bei Welt Online.