“Das Gold der Steppe” in Leoben

Flakon ( Foto: Eremitage St. Petersburg)Die eurasische Steppe war über Jahrhunderte das Kernland rivalisierender Reitervölker, darunter – lange vor den Hunnen und Mongolen – Skythen und Sarmaten: rätselhafte und geheimnisvolle Steppenbewohner, deren Faszination bis heute ungebrochen ist.

Die eindrucksvollste Hinterlassenschaft dieser Völker sind ihre Kunstwerke – zumeist aus purem Gold und mit kostbaren Edelsteinen und aufwendigen Ornamenten verziert. Die Beispiele skythischer und sarmatischer Kunst sind atemberaubend in ihrer Ausführung und Liebe zum Detail: formvollendete Schmuckstücke, filigrane Gewandapplikationen, edle Waffen, kunstvoll verzierter Pferdeschmuck, wertvolle Gefäße und Ziergegenstände.

Markenzeichen ihrer Kultur sind aus Gold gearbeitete Tierplastiken und Tierreliefs: Neben Hirsch und Eber, Panther, Löwe, Leopard, Fisch und Schlange nimmt vor allem das Pferd im skythischen Tierstil eine überragende Stellung ein, ähnlich wie der mythische Greif, der häufig im Mittelpunkt von Tierkampfszenen zu finden ist.

Die mehr als 200 überaus kostbaren Objekte der Ausstellung sind Leihgaben der Staatlichen Eremitage Sankt Petersburg und der Historischen Museen in Kiew und Asow. Sie gewähren einen faszinierenden Blick in die Traditionen, den Reichtum und die Kunstfertigkeit dieser außerordentlichen Kulturen.

Quelle: kleinezeitung.at

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