China hat Schwierigkeiten beim Umweltschutz

Konflikte und Proteste in der Inneren Mongolei: China verschweigt, verschleiert, beschwichtigt und desinformiert:

Nach Protesten gegen eine Ausweitung des Bergbaus in der Autonomen Region Innere Mongolei hat das Umweltministerium der Volksrepublik China Schwierigkeiten beim Umweltschutz eingeräumt.

Vizeumweltminister Li Ganjie bekräftigte am Freitag das Versprechen der Regierung, Umweltsünder unter den Minenbetreibern zur Rechenschaft ziehen zu wollen.

“Der allgemeine Umweltzustand ist noch immer ausgesprochen besorgniserregend und stellt uns vor viele Probleme und Herausforderungen”, sagte Li bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des am Sonntag stattfindenden Weltumwelttags in der Hauptstadt Peking. Es gebe “andauernd unerwartete Unfälle”, die zu weiterer Umweltverschmutzung führten und “soziale Widersprüche” auslösten.

China habe in der jüngeren Vergangenheit seine Anstrengungen zur Säuberung stark verschmutzter Flüsse und zur Eindämmung der Umweltverschmutzung durch Industrieanlagen verstärkt. In den vergangenen Tagen gab es in der Inneren Mongolei jedoch immer wieder Proteste wegen des Tods eines mongolischen Hirten, der zusammen mit anderen Mongolen versucht hatte, einen Kohletransport zu stoppen, und dabei von einem Lastwagenfahrer durch Überfahren getötet worden war.

Die nomadischen Viehzüchter machen die Ausweitung des Bergbaus für den Verlust von Weideland und Vieh verantwortlich. Der Kohletagebau frisst riesige Löcher in das Land. Die gigantischen Kohletransporter verdichten den Boden und veröden das fragile Ökosystem der Steppe. Nicht enden wollende Feinstaubwolken machen Menschen und Tieren das Atmen zur ungewohnten Qual. Die ungebremste Ausbeutung der Bodenschätze in der Inneren Mongolei zerstören innerhalb kurzer Zeit die traditionelle Lebensgrundlage der mongolischen Nomaden.

In China leben schätzungsweise sechs Millionen Mongolen, die sprachlich und kulturell mit der Republik Mongolei im Norden der Autonomen Region Innere Mongolei verbunden sind. Sie machen rund 17 Prozent der Bevölkerung der Inneren Mongolei aus und klagen über politische und kulturelle Diskriminierung. Der Regierung in Peking werfen sie vor, ihren Lebensstil zu missachten, wohingegen China versichert, große Anstrengungen für die Entwicklung der Region zu unternehmen.

Aber es sind ja gerade diese “großen Anstrengungen für die Entwicklung der Region”, die sich in ungebremstem Brutalo-Bergbau äußern und letztendlich zu einem wirtschaftlichen, kulturellen und gesundheitlichen Ethnozid der einheimischen Mongolen führen. Nutznießer dieser Entwicklung sind fast ausschließlich zugewanderte Han-Chinesen in der Inneren Mongolei und andere Han-dominierte chinesische Provinzen.

Quellen:
www.china-observer.de
wikipedia.de
www.chinamedienblog.de

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