Bayan-Ölgii Aimag
Die Gebirgskette Mongol Altai Nuruu bildet das Rückgrat des 46.000 m² großen Bayan-Ölgii Aimags. Die höchsten Gipfel – viele über 4.000 m – sind von ewigem Schnee und Gletschern bedeckt.
In den Tälern gibt es einige grüne Weideflächen, die neben Wildtieren wie Bären, Luchsen und Füchsen etwa 2 Millionen Stück Vieh und damit um die 100.000 Menschen ernähren. Die Bergtäler und die Ufer der herrlichen Seen sind in der Zeit von Mitte Juni bis in den späten August die Sommerweidegründe und -lagerplätze kleiner Gemeinden nomadischer Familien.
In Bayan-Ölgii leben vorwiegend Kasachen, Khalkha, Dorvod, Uriankhai, Tuva und Khoshuud. Im Gegensatz zum Rest der Mongolei, der von buddhistischen Khalkha Mongolen dominiert wird, besteht die Bevölkerung von Bayan-Ölgii zu über 90% aus muslimischen Kasachen. Die übrigen 10% setzen sich vornehmlich aus anderen kleinen Minderheiten zusammen.
Viele Bewohner von Bayan-Ölgii sprechen ausschließlich Kasachisch. Trotzdem dürften sich die Verständigungsschwierigkeiten in Grenzen halten, da es fast immer jemanden in der Nähe gibt, der wenigsten mongolisch oder Russisch sprechen kann. Darüber hinaus gehende Sprachkenntnisse sind von den Einheimischen jedoch nicht zu erwarten.
Das Hauptverkehrsmittel für Reisen zwischen Bayan-Ölgii und der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator ist das Flugzeug. In Bayan-Ölgii selbst kommt man am besten mit dem Geländewagen weiter. Gelegentlich kann die von Murmeltieren übertragene Pest die Reisemöglichkeiten einschränken. Tollwütige Hunde sind in der Gegend nichts Ungewöhnliches.
Im Bayan-Ölgii Aimag gibt es viele archäologische Fundstellen mit jeder Menge Balbal. Das sind Steinfiguren aus der türkischen Zeit, von denen man annimmt, sie bezeichneten Bestattungsplätze. Dazu findet man zahlreiche Hirschsteine und Kurgane (Hügelgräber).
Eine erstaunliche Ansammlung von Felszeichnungen ist in der Nähe der russischen Grenze bei Tsagaan Sala oder Baga Oigor zu bewundern. Wer sich für diese abgelegenen Sehenswürdigkeiten interessiert, wendet sich am besten an das Büro des Mongol Altai Nuruu Schutzgebietes in Ölgii.
Die meisten Naturparks des Aimags gehören zum Mongol Altai Nuruu Schutzgebiet. Naturschützer wünschen sich eine weitere Ausdehnung der Naturparks zum Schutz seltener Wildtiere wie den Argali Schafen, Steinböcken und Schneeleoparden. Daneben gelten auch die Quellgebiete der Flüsse und Seen des Tieflandes in den Uvs und Khovd Aimags als besonders schützenswert.
Die Naturparks in Bayan-Ölgii:
Altai Tavanbogd Nationalpark
636.000 Hektar, Tavanbogd Uul (höchster Berg der Mongolei), See Khoton Nuur, See Khurgan Nuur, See Dayan Nuur
Argali Schafe, Steinböcke, Marale (asiatische Hirsche), Steinmarder, Rehe, Elche, Altai Schneehühner, Adler
Khokh Serkh Naturschutzgebiet
66.000 Hektar, Berge, Argali Schafe, Steinböcke
Siylkhem Nuruu Nationalpark
14.000 Hektar
Develiin Aral Naturreservat
10.000 Hektar, Fasane, Wildschweine, Biber
Tsambagarav Uul Nationalpark
111.000 Hektar, Gletscher, Schneeleoparden
Quellen:
Wikipedia
Lonely Planet
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